Ein überfülltes Postfach gehört für viele zum Arbeitsalltag. Laut t3n hat sich die Prompt Engineerin Susanne Renate Schneider deshalb einen KI-Agenten gebaut, der ihre E-Mails jeden Morgen vorsortiert. Ihre Anleitung dazu stellt sie im Podcast t3n MeisterPrompter vor.

Was ein KI-Agent im Postfach leisten kann

Unter einem KI-Agenten versteht man grob eine KI-Anwendung, die eine wiederkehrende Aufgabe nach festen Vorgaben erledigt. Man tippt nicht jedes Mal eine neue Frage ein. Stattdessen beschreibt man einmal, was passieren soll, und der Agent wendet diese Beschreibung immer wieder an.

Beim E-Mail-Postfach liegt das nahe. Eingehende Nachrichten lassen sich nach Dringlichkeit, Absender oder Thema ordnen. So muss man morgens nicht alles der Reihe nach durchgehen, sondern sieht zuerst, was Aufmerksamkeit braucht. Welche Kriterien Schneider genau nutzt und wie ihr Agent technisch aufgebaut ist, geht aus dem kurzen Teaser nicht hervor. Das steht in der Anleitung im Podcast.

Warum das Thema für viele interessant ist

Der Ansatz zeigt, wie sich Sprachmodelle wie ChatGPT im Alltag einsetzen lassen. Entscheidend ist dabei weniger die Technik als die Formulierung der Aufgabe. Genau darum geht es beim Prompt Engineering: Anweisungen so zu schreiben, dass die KI zuverlässig das tut, was man erwartet.

Wer etwas Ähnliches ausprobieren möchte, sollte ein paar Dinge bedenken:

  • Vorsortieren ist etwas anderes als Entscheiden. Wichtige Mails sollte man weiterhin selbst lesen.
  • E-Mails enthalten oft vertrauliche Inhalte. Es lohnt sich zu prüfen, welche Daten man einem KI-Dienst überhaupt übergeben darf, besonders im beruflichen Umfeld.
  • Die Regeln für die Sortierung sollten klar und überprüfbar sein. Stichproben zeigen, ob der Agent wichtige Nachrichten falsch einordnet.

Fazit

Die Idee, das Postfach morgens automatisch ordnen zu lassen, ist ein anschauliches Beispiel für den praktischen Nutzen von KI-Agenten. Wer die konkreten Schritte nachvollziehen will, findet sie im Podcast t3n MeisterPrompter. Vor dem Nachbauen sollte man Datenschutz und Kontrolle im Blick behalten.